Tränentagebuch

Das kleine Wort zuvor

http://www.geo.de/GEOlino/mensch/391.html?p=1

http://www.psychotipps.com/Traenen.html

Nach meiner eigenen Erfahrnung sind Tränen wichtig und alles nur nicht schlecht. Man kann schließlich auch aus Freude oder Rührung weinen, und auch wenn Trauer, Schmerz und Wut die Ursachen sind, kann es einfach ein gutes Ventil sein.

Es kann aber auch für das Öffnen eines Staudamms stehen, dessen Schleusen sich dann lange, lange nicht mehr schließen lassen. Solche 'unfruchtbaren' Tränenausbrüche kommen bei mir im Moment leider so häufig vor, das ich Buch führen möchte, um der Sache auf den Grund zu gehen...

1 Kommentar 17.7.07 12:21, kommentieren

06.04.2008 später Nachmittag: Lachen und Wellness wider die eigenen Dämonen

Zeit mit Freunden in anderer Umgebung, trotz Mistwetter und anfänglicher Unlust schön und entspannend. Ich hab schon lang nicht mehr so viel und so heftig lachen müssen. (Wobei gerade nicht enden wollenden Lachanfälle vielleicht auch eher ein Zeichen von dünnen Nerven sind... aber man kann sich auch alles zerreden...) Abends war's dann noch feucht-fröhlich und erneut von überschwenglichem Lachen begleitet (und von 43... das ist die Zahl, die nach 42 kommt) und tags drauf kam - trotz liebevoller Wellnessbehandlung meiner kleinen Schwester - dann im wahrsten Sinne die Ernüchterung. Das Gefühl, das wir als Paar - als Symbiose, die wir nunmal sind - kaum einen Hauch davon entfernt sind unsere soziale Anpassungsfähigkeit gänzlich zu verlieren. Vielleicht mehr als ein Gefühl...

Als meine Mutter anrief fiel mir keine nette Ausrede ein und das ich Schnupfen habe, darauf wollte ich es nicht beruhen lassen, also wurde alles schlimmer und quasie 'offiziell'. Sie hat zwar eine passende Erklärung für sich gefunden, von der ich sie auch nicht abbringen wollte, aber wer weiß, was es nutzt.

Jedenfalls fühl ich mich jetzt furchtbar müde und hab Kopfweh, hab mir danach auch noch den Magen abgeschoßen mit Himbeershake (dabei mag ich Himbeeren doch so gern, warum vertrag ich die nicht?) und irgenwie ist meine Standardverspannung sprunghaft gewachsen. Und nachdem ich letzte Woche so gekämpft habe, meinen Platz in den Griff zu bekommen und ab heute nur noch abzuarbeiten, sehe ich mich schon wieder dahintreiben und die Kontrolle verlieren...

Ich bin so müde... Liegen Lachen und Weinen wirklich so nah beieinander oder bin ich einfach nicht mehr fähig, Freude zu empfinden (die auch anhält...)?

7.4.08 14:07, kommentieren

03.04.08 Heute immer wieder, gerne auf dem Klo, aber auch in der Teeküche vor einer Kollegin

Nein! Ist das denn ein so schweres Wort?!? NEINNEINNEINNEINNEINNEINNEINNEIN

Aber wozu solltest du dieses Wort auch brauchen, hätte ja was mit Selbstschutz zu tun. Und wozu sollte das bloß gut sein? Könnte ja am Ende dazu führen, das es dir mal dauerhaft gut geht...

Was waren die auslösenden Faktoren heute?

- Ein Betreuer braucht ganz dringend eine Unterlage, die der Notar (angeblich) nicht bekommen hat (möglicherweise hat es auch der Kunde verschlampt, oder der Betreuer vor Ort... Unsere heiligen Hallen hat es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf ganz normalem Wege verlassen... Sonst hätte ich kaum die passende Erwartungskopie in den Unterlagen). Eigentlich sollte ich Essen für die Kollegen holen, aber der Kunde sitzt da und 'das geht ja auch ganz schnell'. Nachdem ich nach zwanzig Minuten dem Computer nicht das entlocken konnte, was ich wollte, präsentierte mir eine Kollegin eine andere Lösung (die ich zuerst auch gesehen, aber wieder verworfen hatte). Das Essen hatte inzwischen auch jemand anders geholt und mir war danach, meine Bildschirme aus dem Fenster zu schmeißen...

- Eine Freundin aus Filialzeiten spielt den Freunde-Bonus aus und halst mir dringende Arbeit auf, die eigenltich nicht meinen Platz betrifft. Im Endeffekt hat die liebe Kollegin, die wirklich dafür zuständig ist, sich darum gekümmert, aber der Druckmoment hat gereicht... Ich konnte nicht nein sagen.

- Ein Betreuer (nicht mal mein eigener, nein, eine Vertretung) übergibt mir noch Arbeit, obwohl der Spätdienst schon dran wäre. Er hat gefragt. Ich hätte nein sagen können... Aber was habe ich wohl nicht getan?

Ich hasse mich in letzter Zeit wieder öfter...

Und wieso gehe ich eigentlich nach vier überhaupt noch ans Telefon???

Und jetzt regnet's... Naja, dann weint eben der Himmel für mich, da kann ich mich wieder auf's Arbeiten konzentrieren.

1 Kommentar 3.4.08 18:03, kommentieren

In letzter Zeit...

... hab ich wohl wieder schön die eigene Statistik beschissen. Was ich im Moment heule, und wegen was für einem Scheiß teilweise... Irgendwo muß der Druck wohl hin.

3.4.08 18:00, kommentieren

19.01.2008 23:00 oder so

Aufgestautes, Melancholie, Nostalgie, Klein-Mädchen-Gefühl oder der große Weltschmerz, was es auch war, es war kurz und erträglich... vielleicht auch nur Rührung...

Und hier der Auslöser:  http://www.swr.de/mainz-bleibt-mainz/ > Videos > Heile, heile Gänsje

 

22.1.08 10:34, kommentieren

**** Vier Wochen am anderen Ende der Welt ****

Natürlich hab ich nicht erwartet, das ich die ganze Zeit ohne Tränen auskomme. Manchmal mußte der Druck einfach raus. Zum Beispiel, als ich meine Tage bekam. Oder als wir eine nächtliche Odyssee wider Erwarten doch hinter uns hatten. Oder als wir glaubten, wir hätten die Video-kamera verloren. Aber es hielt sich in Grenzen und war auch meistens schnell vorbei.

22.1.08 10:15, kommentieren

20.11.2007 18:00

Und letzte Kollegin ist raus aus dem Büro und schwups! - die Tränen fließen. Als ich vor knapp einem Jahr die Filiale verließ wollte ich mich eigentlich künftig nicht mehr auf der Arbeit ärgern, aber man muß auch mal Ausnahmen machen, hm? Und am meisten ärgere ich mich ja ohnehin über mich. Und über die Tatsache, das mein Plan, wichtige Sachen heute zu erledigen und dafür morgen mal einen Tag zuhause zu bleiben, irgendwie in die Binsen ging...

Bei meinem Mann ausheulen war auch keine gute Idee, da es ihm auch nicht gut geht und wir uns so - anstatt uns gegenseitig zu erleichtern - irgendwie nur gegenseitig beschwert haben. Schlechtes Timing...

20.11.07 19:48, kommentieren