Irgendwo dazwischen

20.11.2007 Wohl doch krank...

Nachdem es mir gestern einfach nur im Kopf beschissen ging, bin ich heute mit hammerharten Kopfschmerzen aufgewacht. Richtig schöne Grippe-Kopfschmerzen. Die richtige Taktik wäre gewesen: Auf der Arbeit anrufen und krank melden. Aber nö...

Folgende Gedankengänge hielten mich davon ab:

- Hab keine Lust zum Arzt zu gehen.

- Hab so viel auf dem Tisch (und viel davon übrigens von einer Kolleging, die so clever war, sich gestern schon krank zu melden!)

- Kann dann heute abend nicht zum Geige spielen (was ich im Endeffekt jetzt trotzdem abgesagt habe...)

- wenn ich krank geschrieben werden ist es die Woche Essig mit Tanzen, Jahresabschlußfeier und Probenwochenende...

 Also hab ich mich durch den Tag gequält, bin zum Schluß an unseren total dämlichen Richtlinien (oder dem Wissensstand meiner Kollegin, das weiß ich noch nicht) verzweifelt und habe kapituliert und meinen Mann auch noch mit ins untergehende Boot gezogen (ok, der Plan hier war ein anderer, aber das Ergebnis zählt...)

Nachdem ich mir den MP3-Player aufgestöpselt und damit die Welt ausgesperrt und mit 'Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod' die Heimfahrt absolviert hatte, sind die Wogen nun wieder einigermaßen geglättet. Dann war ich noch in der Firma meines Mannes, hab einen schönen Automaten-Kakao gesüffelt und geknuddelt.

Die Welt ist jetzt nicht gut, aber auch nicht schlecht. Vielleicht spiel ich noch ein bißchen, bevor ich mich früh ins Bett lege, und vielleicht geschieht ja über Nacht mal wieder ein kleines Wunder. 

20.11.07 20:04, kommentieren

Zeitschulden

Zu wenig schlaf, zu wenig 'Atemholen' gestern, und das fast alptraumhafte Gefühl zu laufen und zu laufen und doch nicht vom Fleck zu kommen. Da halse ich mir schon nichts Neues mehr auf, aber die Altlasten scheinen Zinsen zu kosten, und im Moment kann ich irgendwie nichtmal die Zinsen so recht zahlen, und die Raten unpünktlich oder gar nicht... Ob man Zeit-Insolvenz beantragen kann? Wobei Insolvenz ja wirklich nichts schönes ist...

Was bleibt ist Augen zu und durch und hoffen, das die Kraft reicht...

5.9.07 09:14, kommentieren

18.07.2007 Ärgernisse

Eigentlich ist die Erinnerung an gestern schon recht blaß, aber ich will mir ja nicht meine eigene Messreihe versauen. Hätte wohl auch schon geschrieben, wenn ich heute morgen nicht 'große Inspektion' gehabt hätte (ich hab übrigens lauter 'wirklich schöne' Organe...)

Ich war unterm Strich gut drauf, fand aber zuhause Dinge, die mich störend berührten. Zum Beispiel das nicht stattfindende Geigeüben, aber das war ein kalkuliertes Risiko, das ich einging in der Hoffnung, ich würde wenigstens mit einem Teil Nähen fertig. Auch hier: Fehlanzeige. Aber so ist das eben, wenn man Vollzeit arbeitet. Seltsam, das ich das nach gut 10 Jahren noch immer nicht ganz begriffen habe... der Tag hat nur 24 Stunden. Und die 6-Stunden-Schlaf-Masche, die ich die gesamte Woche schon durchziehe, ist auch nicht wirklich meins...

Nach meinem armen Schatz hab ich bei einem kurzen Telefonat zwischen zwei Nähten 'gebissen'. Dabei hatte er nur das Gefühl, das es mir nicht gut geht und wollte dahingehend nachhaken. Aber da haben wir mein Hauptärgernis des gestrigen Tages und die Enthüllung der Befürchtung, die ich die ganze Zeit hatte, wenn ich daran dachte, mich mitzuteilen über mein Seelenleben: Ich fühle mich von meinem Umfeld anders wahrgenommen und behandelt. Es mangelt hier allerdings noch an praktischer Erfahrung und ist wohl eher die Reflektion meiner Vorstellung und Interpretation der Dinge, wo nichts interpretiert gehört. Ich schätze, es ist ein Schutzmechanismus, da ich wohl der Meinung bin, das ich meine Schlachten allein schlagen muß und die Tatsache, das ich andere involviere mein eigenes Versagen vergrößert. (Hallo, W.g.a. ...)

Könnte natürlich dazu führen, das ich einen schönen Fallrückzieher hinlege und auch hier nicht mehr alles hinschreibe, was Sache ist. Damit würde ich aber mein eigenes Experiment torpedieren und wir hätten wieder einen Punkt auf der Versagerliste. Also mal schauen, wie stur ich gegen mich selbst arbeiten kann...

Ich entwickle gerade ein eigenes kleines Tierchen, das rein dazu dient, das ich es ausrotten möchte: Die Ärgernisse. Brummt laut, sticht und beißt unmotiviert und man sagt sie sei tödlich bei Pferden (ach ne, das ist ihre kleinere Verwandte...), aber mit einer starken Fliegenklatsche oder einem Jörg dürfte sie kein größeres Problem darstellen. Allerdings tritt sie zumeist in größeren Schwärmen auf... Vielleicht finde ich einen Lockstoff, der sie ablenkt...

19.7.07 16:48, kommentieren